Wie ging das wohl früher? So ganz ohne Internet und kleinen Helferleins planten Reisende ihre Reiseroute und Herbergen. In Zeiten, wo alles zu jederzeit verfügbar ist, für uns kaum mehr vorstellbar. Sogar in den entlegensten Orten und in dem wackligsten Reisebus in Vietnam gibt es heute bereits Wlan. Ganz im Zeichen der  „Digital Natives“ wollen wir auf unserer Reise auf diese digitalen Booster auf keinen Fall verzichten. Hier verraten wir euch unsere Top 10 Onlinetools und Websiten, die ihr auf eurem nächsten Trip vielleicht gut gebrauchen könnt:

warmshowers.org

Wer die Seite Couchsurfing kennt, wird sich schon ungefähr vorstellen können, worum es geht. Im Zentrum steht die wohltuende und notwendige warme Dusche, die man sich bei vielen Hosts, die auf der Plattform angemeldet sind, holen kann. Die Seite richtet sich vor allem an begeisterte Radfahrer, die längere Touren planen. Jeder Host kann sein Angebot aber beliebig ausweiten: So finden sich dort auch zahlreiche Gastgeber, die mit einem Zeltplatz, einem Sofa oder sogar einem warmen Essen aufwarten. Das alles aber natürlich kostenfrei, denn die Community basiert auf einfachem Geben und Nehmen. Wir sind erst vor kurzem auf die Seite aufmerksam geworden, finden sie aber bereits genial. Erste Kontakte haben wir mit der Community bereits geknüpft, da es für uns im Juni zum Elbradweg geht und die eine oder andere Dusche da bestimmt notwendig wird. Interessant vor allem die Hosts selber: Sie sind mit den Rädern schon selbst durch die halbe Welt getourt und geben beim gemütlichen Zusammensitzen dann auch immer gerne persönliche Tipps. Perfekt auch für unsere Mini-Wohnung: Mit einem Schlafplatz wäre es schon etwas knapp gewesen, aber unser kleines aber feines Badezimmer steht auf Abruf bereit. Mal schauen, wann die erste „Warmshower“ hier in München abgerufen wird.

Workaway.com

workaway.com

Von Ort zu Ort und von Land zu Land zu ziehen, ist die Daseinsberechtigung jedes Reisenden. Man will so viel wie möglich sehen und zahlreiche Eindrücke sammeln. Um aber mit der Kultur und den Einheimischen so richtig in Kontakt zu kommen, bedarf es manchmal mehr als einer schnell Durchreise mit ein paar Tagen Aufenthalt. Hier knüpft Workaway an. Menschen aus aller Welt bieten temporäre Arbeitsstellen und Projektmitarbeit an: Manche für eine Woche, andere für ein Monat etc. Im Schnitt arbeiten die Reisenden 5 Stunden am Tag und erhalten dafür kostenfreies Essen und eine Unterkunft. Den Rest des Tages haben sie Zeit um die Gegend zu erkunden oder einfach mehr über das Leben der dortigen Einheimischen zu erfahren. Die angebotenen Projekte könnten unterschiedlicher gar nicht sein: Hotelbetreuung in Kroatien, Kinderheim aufbauen in Mumbai, Englisch unterrichten in Indonesien oder als Tourguide auf einer mexikanischen Insel. Die Mitgliedschaft für die Community kostet 23 Euro pro Person pro Jahr oder 30 Euro pro Paar bzw. für zwei gemeinsam reisende Freunde.

Skype

Jeder kennt es, jeder nutzt es. Daher überhaupt kein Geheimtipp, aber dafür umso notwendiger, wenn es um die Kommunikation mit dem eigenen Zuhause geht. In der Vergangenheit hatten auch andere Anbieter versucht Skype den Rang abzulaufen – man erinnere sich an Viber – aber nach einem kurzen Hype war es das schon wieder. Auch der Chatdienst Whatsapp bietet Videotelefonie an. Die Qualität lässt bei diesem Dienst aber oft zu wünsch ürig. Daher bleiben wir beim geliebten Skype. 😉

Auswärtiges Amt

Der Titel verspricht nicht gerade Hochspannung. Wer sich allerdings schon einmal mit der Beantragung von Visa herumschlagen müsste,  wird diese Seite aus Deutschland zu schätzen wissen. Für jedes Land gibt es detaillierte Einreiseinformationen und auch immer den direkten Link zur richtigen Botschaft/dem richtigen Konsulat.

feedly

Feedly

Im Online Marketing ist es milde gesagt „ungünstig“ ein Jahr lang weg vom Screen zu sein. Oft dauert es sogar nur ein Monat bis ein Programm sein Interface verändert, Google ein neues SEO-Update bekannt gibt oder neue Onlinetools gehypt werden. Um trotzdem weiterhin up-to-date zu bleiben, empfiehlt es sich einen Feed der gängigsten und meinungsführenden Blogs anzulegen und diese regelmäßig zu lesen. In meinem Fall nutze ich Feedly, ein Feed-Programm, das in der Basic-Variante kostenlos ist. Hier kann man frei nach Themen kategorisieren und bekommt alle neuen Beiträge übersichtlich in einem persönlichen und lesefreundlichen Feed präsentiert.

So jetzt hat meine Begeisterung für diese Onlinetools dazu geführt, dass ich etwas ausgeschweift bin. Oder wollt ihr noch weitere nützliche Websitentipps erhalten? Dann klickt euch jetzt zu Teil II der Serie weiter. (Coming soon 😉 )